Inhaltsverzeichnis
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Abbildungsverzeichnis................................................................................. |
2 |
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Abkürzungsverzeichnis............................................................................... |
3 |
| 1. |
Einleitung.................................................................................................. |
4 |
| 2. |
Das Virtuelle
Unternehmen: Chancen und Probleme...................................... |
7 |
| 3. |
Theoretische Grundlagen:
Die Prinzipal-Agent-Theorie................................... |
18 |
| 4. |
Vertrauen und
Misstrauen im Virtuellen Unternehmen.................................... |
25 |
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4.1 Annäherung
an die Begriffe „Vertrauen“ und
„Misstrauen“.......................... |
25 |
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4.2 Ursachen für
das Misstrauen: Informationsasymmetrien........................... |
31 |
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4.3 Probleme für
das Virtuelle Unternehmen durch Misstrauen........................ |
37 |
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| 4.4 |
Lösungsansätze,
Handlungsempfehlungen............................................... |
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4.4.1 Kostenintensive
Lösungsvorschläge................................................ |
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4.4.2 Kostengeringere
Lösungsvorschläge zur Unterstützung
vertrauensvoller Zusammenarbeit............................................................. |
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50 |
| 5. |
Beispiele................................................................................................... |
57 |
| 6. |
Fazit......................................................................................................... |
63 |
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Literaturverzeichnis..................................................................................... |
65 |
1. Einleitung
Im Zuge der Globalisierung der Informations-, Güter-
und Finanzströme rücken die Märkte im globalen Wettbewerb
zusammen. Unternehmen aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen
und Branchen unterliegen globalen Wirtschaftsprozessen
und müssen flexibel auf dynamischen Märkten agieren.
Das Zusammenrücken der Märkte wird ermöglicht durch
Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK-Technologie).
Durch zeit- und ortsunabhängigen Austausch von Informationen
entsteht eine globale Konkurrenz der Unternehmen.
Aufgrund dieser Konkurrenz hat der Käufer die Möglichkeit,
Produkte in besserer Qualität, in schneller verfügbarer
Zeit und zu einem geringeren Preis nachzufragen. Es
entsteht ein Käufermarkt.
Unternehmen erkennen diese Herausforderung und reagieren
auf den Wettbewerb und auf das Nachfrageverhalten,
indem sie das Unternehmen flexibler organisieren,
um den Bedürfnissen der Kunden entsprechend zu produzieren.
Eine Organisationsform, die ein schnelles und flexibles
Reagieren auf dem Markt ermöglicht, ist die Organisationsform
des Virtuellen Unternehmens. Unternehmen schließen
sich ad hoc zur Arbeitsteilung zu einem Projekt, d.h.
zur Erfüllung eines Auftrags flexibel, zeit- und ortsunabhängig
mit ihren Kernkompetenzen zusammen.
Die Organisationsform des Virtuellen
Unternehmens wird ermöglicht und getrieben
durch IuK-Technologie. Informationen können zwischen
den Teilnehmern der Wertschöpfungskette symmetrisch,
zeit- und ortsunabhängig verteilt und genutzt werden.
Problemstellung
Bei der Zusammenarbeit der Partner in dem Virtuellen
Unternehmen entstehen Fragen und Probleme. Aus dem
Merkmal der Inter-Organisation, d.h. des Verzichts
auf starre und definierte Grenzen in dem Virtuellen
Unternehmen, entsteht bei der unternehmensübergreifenden
Zusammenarbeit ein Problem durch den Austausch von
teilweise unternehmenssensiblen Informationen. Der
Austausch dieser Informationen in dem Virtuellen Unternehmen
bedingt Vertrauen. Es besteht jedoch die Möglichkeit,
dass die Partner in dem Virtuellen Unternehmen Misstrauen
haben, Informationen weiterzugeben. Ein Grund für
das Problem des Misstrauens der Partner in dem Virtuellen
Unternehmen kann die Möglichkeit der opportunistischen
Ausnutzung der Informationen sein. Dieses Szenario
einer Informationsasymmetrie, die einseitig opportunistisch
ausgenutzt wird und Misstrauen zur Folge hat, kann
mit der Prinzipal-Agent-Theorie (PAT) beschrieben
und diskutiert werden. Das Phänomen des Misstrauens
in dem Virtuellen Unternehmen wird zwar in Fach- und
Unternehmensliteratur zu Virtuellen Unternehmen häufiger
erwähnt, es fehlt jedoch eine systematische, die Erkenntnisse
zusammenfassende und kritisch darüber diskutierende
Arbeit.
Deshalb werden in dieser Arbeit folgende Fragen diskutiert
und beantwortet:
| • |
Welche Faktoren sind für das Entstehen von Misstrauen
aus Sicht der Prinzipal-Agent-Theorie in dem Virtuellen
Unternehmen verantwortlich?
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| • |
Welche Auswirkungen hat Misstrauen zwischen
den Partnern des Virtuellen Unternehmens aus Sicht
der Prinzipal-Agent-Theorie?
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| • |
Welche Lösungen werden für das Problem des Misstrauens
in dem Virtuellen Unternehmen aus Sicht der Prinzipal-Agent-Theorie
derzeit angeboten und wie sind diese zu bewerten?
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Ziel
Ziel dieser Arbeit ist es mittels der PAT Misstrauen
in dem Virtuellen Unternehmen darzulegen, kritisch
zu diskutieren, sowie Ursachen und Lösungswege aufzuzeigen.
Aufbau
Nach einer Einführung in das Thema der Herausforderung
der Unternehmen im globalen Wettbewerb in Kapitel
1, wird in Kapitel 2 eine mögliche Organisationsform,
dieser Herausforderung zu begegnen vorgestellt: das
Virtuelle Unternehmen. In Kapitel 3 werden theoretische
Grundlagen der PAT erläutert. In Kapitel 4 werden
die Ursachen, Probleme und Lösungsansätze eines der
wesentlichen Probleme – des Misstrauens zwischen den
Akteuren des Virtuellen Unternehmens – aus Sicht der
PAT diskutiert. In Kapitel 5 werden Beispiele zur
Problematik vorgestellt. Kapitel 6 umfasst die Zusammenfassung
der wichtigsten Ergebnisse der Arbeit, ein Fazit sowie
einen Forschungsausblick.
...
Kapitel 2 - 5
...
6. Fazit
Diese Arbeit ging von der Problematik aus, dass Misstrauen
zwischen den Akteuren in einem Virtuellen
Unternehmen Probleme mit sich
bringen könnte. Es wurden die Fragen diskutiert,
welche Ursachen Misstrauen in einem Virtuellen Unternehmen
haben kann, welche Probleme es auslösen kann und welche
Lösungsmöglichkeiten die einschlägige Literatur derzeit
anbietet. Besonders für ein Virtuellen Unternehmen
ist Misstrauen ein Problem, da es auf dezentrale Organisation
setzt und damit auf Vertrauen. Die Lösungen sollten
kritisch hinterfragt werden. Den theoretischen Rahmen
für die Bearbeitung der Fragen bildete die Prinzipal-Agent-Theorie.
Die Eignung der Theorie für die Zwecke dieser Arbeit
resultiert besonders daraus, dass sie die Vertrauens-Misstrauens-Problematik
in den Vordergrund stellt. Als Prinzipal wurde das
fokale Unternehmen eines Virtuellen Unternehmens angenommen,
als Agent ein anderes beteiligtes Unternehmen.
Es wurde zunächst festgestellt, dass Misstrauen in
einem Virtuellen Unternehmen mehrere Quellen haben
kann. Misstrauen kann aus einer vor- oder nachvertraglichen
Informationsasymmetrie entstehen: Das fokale Unternehmen,
der Prinzipal, kennt vor Vertragsschluss möglicherweise
die Eigenschaften des beauftragten Unternehmens nicht,
dessen wahren Absichten bleiben verborgen oder die
Durchführung des Projekts kann nicht oder nur unzureichend
beobachtet werden. Diese Situation kann vom Agenten
opportunistisch ausgenutzt werden. Aus Misstrauen
zwischen den Akteuren entstehen möglicherweise Probleme
für das Virtuellen Unternehmen. Auf Grundlage des
Misstrauens kann es zu einer vorvertraglichen falschen
Partner-Wahl kommen, zu vorvertraglichen irreversiblen
Investitionen bzw. nachvertraglichen „sunk cost“ oder
zu einem nachvertraglichen moralischen Risiko.
Charakteristisch gerade für das Virtuellen Unternehmen
ist die Gefahr einer „Adverse Selection“ und dies
gerade in der Anbahnungs- bzw. Gründungsphase. Mit
Sicherheit können auch die anderen genannten Probleme
auftreten. Jedoch können diese Gefahren durch eine
gute ex ante Wahl eines Partner-Unternehmens reduziert
werden. Eine gute Wahl kann einerseits Vertrauen schaffen
und in Folge für das fokale- und das beauftragte Unternehmen
„Agency Costs“ senken. Andererseits kann eine solche
Selektion unter Umständen Zeit in Anspruch nehmen,
wodurch das fokale Unternehmen in ein Dilemma zwischen
einer guten, aber zeitintensiven und einer schnellen
aber schlechteren Wahl geraten kann. Eine mögliche
Lösung beim ad hoc-Zusammenschluss des Virtuellen
Unternehmens ist, bei der Wahl der potentiell beauftragten
Unternehmen auf eine gute Reputation zu achten, was
zusätzlich vorvertraglich geringere Kosten bedeuten
kann.
Die vorgestellten Lösungsvorschläge zielen darauf
ab, dass der Agent motiviert wird und Anreize hat
transparenter zu werden, so dass das notwendige vertrauensvolle
kooperative Arbeiten ermöglicht wird.
Hat der Agent einmal Informationen über seine Absichten
und sein Handeln in dem Virtuellen
Unternehmen transparent gemacht, so
kann dies einen langfristigen positiven Effekt haben.
Der Agent baut sich eine Reputation auf, so dass er
möglicherweise mit Folgeaufträgen rechnen kann, wenn
wieder ein Virtuellen Unternehmen gebildet wird. Aus
dieser Untersuchung kann der allgemeine Schluss gezogen
werden, dass die Prinzipal-Agent-Beziehung im Virtuellen
Unternehmen grundsätzlich in einem Dilemma zwischen
Vertrauen und Kontrolle steckt.
Fraglich bleibt, wie die bilateralen Prinzipal-Agent-Beziehungen
in einem komplexen Netzwerk von Partner-Unternehmen
funktionieren. Es könnte Untersucht werden, welchen
Effekt es hat, wenn gleich auf mehrere Partner Rücksicht
genommen werden muss, und wenn bspw. alle Partner
motiviert sind vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und
ein Partnerunternehmen Anlass für Misstrauen gibt.
Auch ist bisher nicht untersucht worden, ob eine fortschreitende
Automatisierung mittels IuK-Technologie einen geringeren
Bedarf an Kontrolle und damit geringere „Agency-Costs“
generiert und damit die Misstrauens-Problematik in
dem Virtuellen Unternehmen entschärft werden kann.
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